Ich werde oft gefragt, wie erfolgreiches Content Marketing für Fotografinnen geht… Diese Frage zu beantworten ist nicht einfach. Aber ich habe gedacht ich stelle Dir hier eine Liste mit den 5 häufigsten Marketingfehlern, die ich bei Fotografinnen oft beobachte zusammen und erkläre Dir, wie Du diese in Zukunft vermeidest.

1 Die falsche Einstellung zu sich selbst haben

Als Fotografinnen sind wir keine Handwerker, sondern Künstlerinnen!!! Und als eine solche musst Du Dich (zuallererst vor Dir selbst) begreifen. Wir machen Kunst und unsere Arbeit ist aus diesem Grund einmalig. 

Wenn Du das verstanden hast und auch nach außen lebst, wirst Du authentisch sein und Dich von der Masse abheben. Als Künstlerin wollen die Kunden genau Dich und Deine Art zu fotografieren.  

Solange Du Dein Mindset nicht änderst, wirst Du immer wider Kunden haben, die Dich anhand Deiner Preise mit andern vergleichen werden. Und natürlich dann den günstigeren Fotografen buchen, weil es ihnen egal ist, wer den Auslöser drückt. 

2 Unregelmäßiges und unkoordiniertes Posten

Als ich als selbständige Fotografin anfing war ich tatsächlich der Meinung, es reicht einen Instagram (Facebook, etc) Account zu haben und ab und zu ein nettes Bild zu posten (hier erkläre ich genau, warum das nicht funktioniert und wie es besser geht). Aber Pustekuchen… ich musste lernen, dass das im Grunde genommen reine Zeitverschwendung ist (und wieviel Zeit ich damit verschwendet habe will ich Dir lieber nicht sagen…). 

Heute weiß ich, dass erfolgreiches Content Marketing nur möglich ist, wenn ich regelmäßig poste. Mir gelingt das mit Hilfe eines Content Kalenders. Der hilft mir dabei, immer „on top“ mit meinen Posts und Beiträgen zu sein.

3 Nicht das machen woran man wirklich Freude hat

Du kannst nicht alles sein und alles machen. Es ist wichtig, dass Du nur das fotografierst, wo Dein Herz liegt. 

Du arbeitest gerne mit Erwachsenen und liebst Porträtfotografie? Dann spezialisiere Dich als Branding Fotografin. Du liebst Romantik, Reisen und die Berge, aber magst keine großen Veranstaltungen? Dann ist Elopementfotografie vor Bergkulisse für Dich. Du arbeitest lieber alleine, magst Farben, Texturen und bäckst sehr gerne? Dann positioniere Dich als Expertin für Foodfotografie im Bereich von Backwaren. 

Du siehst, es ist möglich selbst in der Niche noch eine weitere Spezialisierung zu finden. Du machst gerne Familienfotografie? Warum hältst Du nicht nur Regenbogenfamilien fest und etablierst den Ruf als führende Fotografin deiner Region in dieser Nische?

Umso spezialisierter Du bist, desto leichter wird Dir Dein Marketing fallen, weil Du genau weißt welche Botschaft Du aussenden musst. Und umso eher finden Dich Deine Kunden, die genau so jemanden in diesem Moment suchen. Plötzlich trittst Du nämlich aus der Masse heraus und bist Spezialist in Deiner Nische. 

Du musst nicht mehr mit vielen um die Wette schreien, sondern kannst ganz ruhig zu Deiner ganz eigenen Zuhörerschaft sprechen. 

Das Ergebnis: Mehr Buchungen von Kunden mit denen Du wirklich gerne zusammenarbeitest!

4 Den Followern hinterherjagen

Oh weh…ich glaube das ist eine Falle in die jeder von uns schon einmal getappt ist: die Jagd nach vielen Followern oder Likes. Aber am Ende des Tages sind diese beiden Zahlen irrelevant und unwesentlich, wenn es Dir wirklich ernst damit ist erfolgreich als Fotografin zu arbeiten. Es ist besser 100 loyale Fans zu haben, die Dich und Deine Fotografie lieben als 10‘000, die nicht mit Dir interagieren. Damit Dir das gelingt, musst Du bereit sein etwas von Dir selbst zu geben und mit Deinen Lesern kommunizieren (siehe nächster Fehler).

5 Nicht oder falsch zu kommunizieren

Autsch… das sehe ich ganz oft und muss mich selbst hier schuldig bekennen… Ein Instagram Post mit einem tollen Bild, aber dann nur ein Halbsatz a la „ich liebe Babyfüsschen…“ und ein paar # dazu. Oder ein Blogpost der in 3 Sätzen die Eckdaten des letzten Shootings herunterrattert… willst Du das gerne lesen? Eben, ich auch nicht. Weshalb also sollten es Deine potentiellen Kunden interessieren? 

Menschen suchen im Internet nach authentische Geschichten oder  Lösungen für ein Problem ( ich z.b. liebe Videogebrauchsanleitungen). Und genau das musst Du Ihnen auf Deinem Blog, Deinen Stories oder in Deinem Newsletter geben. 

Auf Plattformen wie Facebook oder Instagram geht es, darum zu kommunizieren, also kommuniziere mit Deinen Lesern. So wie wenn Du mit einer guten Freundin sprichst (hierbei hilft Dir ein Kundenavatar, über den ich hier ganz ausführlich geschrieben habe). 

Ich hoffe, dass diese kleine Auflistung Dir hilft in Zukunft den einen oder anderen Fehler zu vermeiden und es besser zu machen. Es ist nämlich eigentlich wirklich gar nicht so schwierig erfolgreiches Content Marketing zu machen, wenn man einmal den Dreh heraus hat. 

“Community over Competition”

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