Lisa ist eine Fotografin aus Südtirol, Italien, mit einem Kopf voller bunter Ideen und einem Herz voller Tatendrang und Leidenschaft, die sich in der Natur am wohlsten fühlt. Durch und durch Bergmädchen eben. Sie genießt den offenen Raum für neue Ideen und Perspektiven. Sie liebt es unterwegs zu sein und neue Welten zu erkunden oder bekannte neu zu entdecken. 

Lisa setzt Menschen gerne in Szene, dabei spielen Natürlichkeit, gutes Licht und die Natur eine große Rolle. Sie mag es, sich in Menschen hineinzuversetzen und dabei wahrzunehmen, wie ein Mensch denkt oder fühlt. Man ist ein stiller Beobachter und taucht in Welten ein, die ein normaler Mensch nicht sehen kann. Das ist sehr faszinierend für sie. Lisa liebt es Menschen zu begegnen, sie kennenzulernen und ihre Geschichten zu hören. 

Sie ist jedes mal gerührt, wenn sich Menschen zeigen wie sie sind – echt, verletzlich, frei, facettenreich, einzigartig und wunderschön. Das ist eine der Gründe, warum die Fotografie eine der großen konstanten in ihrem Leben ist. 

Sie kombiniert Familienportraits mit epischen Landschaften und die Schönheit des Gleichklangs zwischen dem eigenen Herzschlag und dem Takt der Natur. Lisa hofft, dass ihre Arbeit andere dazu inspirieren kann, ebenfalls eine tiefere Verbindung zu Kreativität, Natur, sich selbst und seinen Lieben zu suchen. Das Gefühl durch die Fotografie zu transportieren – den Wert in dem zu finden, was verletzlich ist – das jeder Moment von Bedeutung ist, und gleichzeitig das große ganze. Hierbei ist es Lisa besonders wichtig jedes Detail eines Augenblicks und diese ganz eigenen persönlichen Geschichten festzuhalten. 

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Wie lange fotografierst Du schon und wie bist Du zur Fotografie gekommen?

In meinem Leben habe ich schon viele kreative Dinge ausprobiert, habe viel gezeichnet, gemalt und habe auch tattoowieren gelernt. Obwohl ich das alles wirklich gerne gemacht habe, hat es nie wirklich KLICK gemacht mit irgendetwas. Bis ich die Fotografie für mich entdeckt habe. Damals war ich etwa 15- 16 Jahre alt, als ich meine erste Kamera in der Hand hielt und sie seitdem nicht mehr losgelassen und jede freie Minute damit verbracht habe, zu fotografieren. 

Wie und wann hast Du Dich selbständig gemacht? Welche Hürden musstest Du überwinden? 

2015 im Juni habe ich mich entschieden, die Fotografie hauptberuflich zu betreiben. Die Jahre davor waren stressig. Ausbildung und Job unter einen Hut zu bekommen, war gar nicht so einfach. -Und dann noch Zeit finden zu shooten. Aber anders ging es nicht. Ich habe die Fotografie als Ausgleich einfach gebraucht. Etwas das mir nebenher etwas gegeben hat. 

Was hat Dich dazu bewogen Dich als Fotografin selbständig zu machen? 

Nachdem ich die Ausbildung zur Werbegrafik Assistentin beendet hatte, dachte ich mir: “So Lisa, und jetzt machst du das worauf du Lust hast. Ich will am Ende meines Lebens nicht denken, was wäre wenn? Was wäre gewesen, hätte ich es nicht doch mal versucht mit der Fotografie”. – Und jetzt, knapp 6 Jahre später kann ich sagen: “ich hab’s versucht und ja, bis jetzt funktionierts.”

Was war der beste Ratschlag, den Du je (bezogen auf Dein Business/ Deine Fotografie) bekommen hast?

Empfinde Liebe für die Menschen die du fotografierst. Sie ist etwas was ich behüte und sehr wertschätze, weil ich die Gelegenheit bekomme, ein Teil dieser Verbindung zu sein und die Liebe innerhalb einer Familie sehen darf, die sonst nur sie selbst kennen und füreinander fühlen. Darum ist jede Session einzigartig. Weil jede Familie einzigartig ist. Jede Geschichte ist einzigartig. Jeder Mensch ist einzigartig.

Wer oder was inspiriert Dich und weshalb? 

Inspiration ist für mich ein riesiges Thema. Eigentlich inspiriert mich alles, was mich umgibt: die Natur, ein bestimmtes Licht, meine Freunde, interessante Gespräche, Musik, Autofahren, Kinderzeichnungen, Träume, Filme… und noch so viel mehr. Der Querschnitt aus all diesen Faktoren ergibt dann meine Fotografien. 

Wie entspannst Du Dich am Ende eines langen Tages?

Am Ende eines langen Tages bin ich die, die auf dem Sofa einschläft weil sie so müde ist 😉

Was machst Du, wenn Du Dich in einem kreativen “Loch” befindest?

Ein kreatives Loch hatte ich eigentlich noch nie. Fotografie ist für mich eher ein Prozess des Erlebens und Durchlebens. Die Welt ist nicht nur schwarz oder weiß, sie besticht mit Millionen von Farben und diese würde ich gerne zeigen – manchmal grau, dann wieder lila. Mich inspirieren ständig neue Sachen und neue Idee und Projekte entstehen.

In welchem Licht fotografierst Du am liebsten und warum?

Ich fotografiere immer mit natürlichem Licht. Ich liebe das natürliche Licht und liebe es mit dem zu arbeiten was gegeben ist. Ich liebe vor allem bewölktem Himmel und fliehe vor Sonnenlicht 😉 Meine Bilder brauchen ruhiges Licht. Mich findet man entweder früh morgens, oder abends bei Sonnenauf- und Untergang und in der blauen Stunde.

Was ist Dir bei einem Fotoshooting wichtig? Worauf legst Du Wert?

Umso ehrlicher die Fotos sind, umso mehr Menschen können sich damit identifizieren. Jeder Mensch ist anders, wir haben Tausende Facetten und es ist mein Job, diese durch die Fotografie herauszukitzeln. Oft sind es versteckte, unterschwellige Botschaften, die ich in meinen Bildern platziere. Ich bin unglaublich dankbar, mich durch meine Bilder ausdrücken zu dürfen. Was aber bei jedem Shooting wichtig ist: viel Zeit und null Stress. Mir passiert es oft, dass ich mehr mit den Leuten quatsche, als das ich Fotos mache. Aber das ist wichtig. Denn dadurch werden viele Menschen erst locker, fühlen sich wohl vor der Kamera und ich habe die Möglichkeit, echte, authentische Fotos zu machen.

Was oder wen würdest Du am aller liebsten einmal Fotografieren? 

Jedes Shooting ist immer etwas Besonderes und immer anders, was auch meine Herausforderung ist. Viel Liebe zum Detail, sehr persönlich, an einem Ort, der meinen Kunden viel bedeutet – das macht jedes Shooting zu einem Traum. 

Welches Foto, das Du im vergangenen Jahr gemacht hast, ist Dein Lieblingsbild und warum?

Es gibt ein Foto, das ich für einen Workshop als finale Arbeit umgesetzt habe. Wir mussten ein Selbstportrait von uns machen und somit eine persönliche Geschichte erzählen, womit man anfangs natürlich total überfordert ist. Die Tatsache, sich mit sich selbst zu beschäftigen und das in ein Bild zu transportieren, hat mich unfassbar bewegt.

Was ist Dein Lieblingsbuch/ Film/ Serie/ Musik/ Podcast? Und warum?

Ich liebe Musik, vor allem Singer- Songwriter, Folk, Rock und ja, auch Metal. Das ist bei mir so eine Stimmungssache. 

Tolle inspirierende Filme sind für mich an erster Stelle Pina, der Film über Pina Bausch. Wer den noch nicht gesehen hat, muss das ganz schnell nachholen.

Oder Die Fabelhafte Welt der Amelie. 

Beides sind fast schon leise Filme, aber sehr inspirierend.

Generell mag ich Filme, über die man noch tagelang nachdenken kann und die manchmal sogar unseren Blick auf die Welt völlig verändern. Sei es eine Doku, die einem die Augen öffnet, ein Drama, das mich tief berührt, als hätte ich die Story am eigenen Leib erlebt oder abgefahrene Thriller, die mir eine alternative Welt vorschlagen. 

Ich liebe spannende Serien an verregneten Tagen mit meinem Lieblingsmensch an der Seite. Dazu zählen: Haus des Geldes, Peaky Blinders, Lupin, die Telefonistinnen oder Tote Mädchen lügen nicht, um einige zu nennen.

Wer ist Dein Lieblingsfotografin und weshalb?

Mich inspirieren Elizabeth Gadd, Sophie Eggert, Rob Woodcox, Laura Zalenga, Marat Safin, Gabriel Isak sehr gut.

Was ist in deiner Kameratasche? 

Ich bin eher minimalistisch unterwegs und mag das auch sehr gerne. Was bei keinem Shooting fehlen darf ist eine Musikbox in meinem Kamerarucksack. 

Kameras: Nikon D750 und Sony A7 III 

Objektive: 25mm 2.0 Zeiss Batis, 35mm 1.4 Sigma Art, 55mm 1.8 Sony ZA, 85mm 1.4 Sony GM

Ganz neu dazugekommen ist seit kurzem eine DJI Mavic Air 2

“Community over Competition”

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